Lehre

In meinen Kursen vermittele ich Studierenden Freude und Begeisterung an guter Gestaltung und bestärke sie darin, ihre eigene Persönlichkeit hierdurch auszudrücken. Das Bewusstsein für den eigenen Stil kultiviert zugleich die Akzeptanz für andere Gestaltungsansätze und fördert eine Kultur des Miteinanders. Ich glaube, dass man nur in Bereichen herausragend wird, für die man von ganzem Herzen brennt. Meine Aufgabe ist es, diese gemeinsam mit meinen Studierenden zu finden – und sie anschließend in diesen Bereichen gezielt zu fördern.

Vernissage zur
Semester Ausstellung


An der HMKW Hochschule für Medien, Kommunikation und Wirtschaft im Studiengang B.A. Studiengang Grafikdesign und Visuelle Kommunikation.

Aktuell lehre ich als Professor an der HMKW Hochschule für Medien, Kommunikation und Wirtschaft in Frankfurt und verantworte als Fachbereichsleiter den B.A. Studiengang Grafikdesign und Visuelle Kommunikation, den ich seit 2017 am Standort in Frankfurt aufgebaut habe. Darüber hinaus arbeite ich an der Weiterentwicklung des M.A. Communication Design and Creative Strategies.

Lehrkonzept

Der Schwerpunkt meiner Lehrveranstaltungen beginnt bei der Vermittlung der Grundlagen des Interface- und Interaktionsdesigns, über unterschiedliche Kreativitätstechniken, bis hin zu der strategischen Gestaltung von interaktiven Medien. Dabei verfolge Ich einen Human-Centered Design Ansatz, der den Mensch mit seinen Bedürfnissen in den Mittel- und Ausgangspunkt aller konzeptionellen Überlegungen stellt. Durch eine projektbasierte Didaktik, die vor allem Spaß macht und Neugierde weckt, verstehe ich meine Rolle situativ als Coach oder Mentor, gebe Impulse, Orientierung und unterstütze die persönliche Entwicklung.

Learning is experience. Everything else is just information.

– Albert Einstein

Lehrveranstaltungen

Arbeits- und Forschungs- Schwerpunkte



Interface-, Interaction- und UX Design

Kerninhalt des Kurses ist die Gestaltung verschiedener Arten von Interfaces. Hierzu beschäftigen sich die Studenten mit semantischen, ergonomischen und kognitiven Aspekten, mit Codierungen, Informationsstrukturen und formalen Qualitäten. Gleichwohl setzt der Kurs schon vor der praktischen Umsetzung an: Wie im späteren Berufsleben gilt es zunächst, sich mit der Zielgruppe und dem Kernnutzen des Projektes auseinanderzusetzen und sinnvolle Umsetzungsschritte zu planen. Die Studenten entwickeln Moodboards, Navigationselemente, Informationsarchitektur und nähern sich iterativ über Prototypen dem benutzerorientierten Design.

Service Design Thinking

Beim Versuch, komplexe Probleme zu lösen, fragen Menschen oft vorschnell, was technisch möglich ist – und verlieren aus dem Blick, was der spätere Nutzer eigentlich möchte. Die Methode des Service Design Thinking hilft dabei, die Interessen und Bedürfnisse der Anwender konsequent ins Zentrum zu rücken: Im Kurs erlernen Studierende, wie sie ein Verständnis für ihre Zielgruppe gewinnen können und auf dieser Basis Prototypen entwickeln, testen und weiter verbessern. So entstehen innovative Produkte, Services oder Erlebnisse, die das Potenzial besitzen, im Alltag auch tatsächlich erfolgreich zu sein.

Eco-Social Design

Der Kurs „Eco-Social Design“ beschäftigt sich mit dem grundlegenden gesellschaftlichen Wandel und den damit einhergehenden Anforderungen an nachhaltiges ökologisches Handeln und gesellschaftliches Engagement. Design kann hierfür einen wesentlichen Beitrag leisten, sofern es mehr ist, als reine Ästhetik: Mit hohem Praxisbezug und Freude am Experiment lernen Studierende, gestalterische und soziale Kompetenzen zu einem zukunftsgerichteten Designverständnis zu verbinden. Dieses Wissen befähigt sie, im Arbeitsalltag gesellschaftlich relevante Projekte zu realisieren und Ideen für die Zukunft zu entwickeln.

Corporate Design und Branding

Der Auftritt einer Marke ist immer ein Spiegel ihrer Werte und Ausdruck der strategischen Positionierung. Jedes Produkt braucht eine klares Design – eine markenspezifische Designsprache. Eine Produktmarke sollte an allen Kontaktpunkten konsistent sein, denn diese sind gegenwärtig so komplex, wie noch nie zuvor. Im Kurs Corporate Design und Branding entwickeln Studierende modulare Design Konzepte, die holistisch konzipiert und modular anwendbar sind. Sie lernen Marken strategisch aufzubauen, den Prozess ihrer Entwicklung zu moderieren und neben gestalterischen Mitteln auch technologische Tools einzusetzen. So entstehen Gestaltungslösungen, die je nach Medium flexibel einsetzbar sind und durch eine konsistente Designsprache crossmedial überzeugen.

Grundlagen der Gestaltung

Bei aller Kraft der Intuition: Gestaltung folgt Gesetzmäßigkeiten. Wer sich dafür entschieden hat, sich in seinem Studium mit Design auseinanderzusetzen, erfährt im Kurs „Grundlagen der Gestaltung“ die wesentlichem Grundlagen, um die Ergebnisse kreativer Arbeit beurteilen zu können. Wir beschäftigen uns mit Typografie, Komposition, Ordnungssystemen, Kontrasten und der Prägnanz der Reduktion – aber auch mit der Frage, wie sich kreative Ressourcen erschließen und Tools effektiv nutzen lassen. Außerdem betrachten wir die spezifischen Anforderungen, die Printmedien und Online- Anwendungen fordern.

Kommunikations-und Managementtechniken

In der späteren Arbeit als Designer kommt es nicht nur darauf an, ein guter Gestalter zu sein: Das Arbeitsleben verlangt ganz wesentlich auch Projektmanagement-, Präsentations- und Kommunikationskompetenzen sowie grundlegendes betriebswirtschaftliches Verständnis. Zu einer verantwortungsvollen Design-Ausbildung gehört daher, auch organisatorische Techniken zu vermitteln und typische Abläufe im Agenturalltag zu erläutern. Die Studenten erfahren zudem mehr über Teamdynamik, Stressmanagement und Entspannungstechniken – ein Wissen, dass nicht erst im Beruf, sondern bereits im weiteren Verlauf des Studiums zunehmend hilfreicher wird.

Expressive Typografie

Wir sind es gewohnt, Buchstaben als neutrale Übermittler von Informationen zu verwenden: Wenn sie sich zu Worten fügen, entstehen die damit verbundenen Bilder alleine in unseren Köpfen. Im Kurs „Expressive Typografie“ experimentieren Studierende mit Möglichkeiten, diese klare Trennung von Zeichen und Inhalt zu durchbrechen: Über den rein funktionalen Zweck des Gelesenwerdens hinaus fügen sie der Schrift emotionalisierende und assoziative Ebenen hinzu. Sie nutzen deren Form als Werkzeug, um die inhaltliche Aussage zu verstärken.

Kunst-/Designgeschichte

Gestaltung erfolgt immer in einem gesellschaftlichen Kontext. Der Blick auf Werke der Kunst oder des Designs gleicht daher einer Spurensuche, mit deren Hilfe sich die jeweiligen Rahmenbedingungen entschlüsseln lassen. Das Modul „Kunst- und Designgeschichte“ vermittelt Studierenden hierfür die geeigneten Methoden: Anhand von Objekten des Grafik- und Produktdesigns seit Beginn des 19. Jahrhunderts schult es den Blick auf Inhalte, Materialien und Produktionsprozesse und ermöglicht die schlüssige Werkbeschreibung, -analyse und – interpretation. Studierende gewinnen dadurch ein Verständnis dafür, was gutes und vor allem nachhaltiges Design auszeichnet.

Coaching und Mindfulness

Im Spiel fällt es Menschen leichter mit schwierigen Herausforderungen umzugehen, als „im echten Leben“. Das Lernkonzept PressPause2Play beruht auf dieser Erkenntniss und ermöglicht den Studierenden, im Spiel vorhandene Fähigkeiten auf die Anforderungen des Alltags zu übertragen. Durch die Fusion von Achtsamkeit und Kreativität gewinnen sie mentale Stärke und innere Ruhe – und Probleme werden zu Möglichkeiten. Die Trainingsmethode PressPause2Play verbindet traditionelle Achtsamkeitslehren jMindfulness) mit wissenschaftlichen Erkenntnissen aus Sportwissenschaft, Kreativitätsforschung und Psychologie.


„Meine Wahrnehmung hat sich verändert, über die bloße Gestaltung hinaus, und ich nehme jetzt meine Umwelt viel bewusster wahr.“ (Feedback nach dem Kurs Eco-Social Design).

Michelle Wagner
Studentin B.A. Grafikdesign und Visuelle Kommunikation. 1. Semester. Modul Projektwerkstatt.


Engagement

Mein ehrenamtliches Engagement in Designjurys, Initiativen und Vereinen ergänzt meine Forschung, Lehrtätigkeit und die Förderung junger Talente. Dadurch entstehen interdisziplinärer Austausch und wertvolle Synergien.